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Wer mag es nicht, ein loderndes Feuer…
Und wenn man dabei auch noch sparen kann, umso besser.

Da unsere Gasrechnung drohte uns aufzufressen, standen wir vor der Herausforderung eine alternative Heizungsart zu verbauen.
Zur Wahl standen ein Holzvergaserofen, ein Pelletofen und ein Holzkamin.

Ein Holzvergaser ist zwar extrem effektiv, allerdings auch extrem teuer in der Anschaffung. Er nimmt sehr viel Platz weg, und die wohlige Wärme der sichtbaren Flammen fehlt. Diese Variante schied für uns aus.

Ein Kamin knistert schön und macht behagliche Wärme.
Beim Nachlegen entweicht aber immer etwas Qualm,Geruch und Ruß. Außerdem braucht man auch genug Platz um Holz zu lagern. Zudem zieht ein Holzstapel auch immer allerlei Krabbeltiere an, die man sich dann eventuell mit ins Haus holt. Und wer mag schon durch eisige Kälte im Winter laufen, um ein paar Scheite Holz vom Stapel zu holen…

Diese Variante schied also für uns auch aus. Zumal wir einen Kamin im Garten haben, und diese Problematik kennen.

Wir entschieden uns für einen sehr günstigen wasserführenden Pelletofen, der von der BAFA gefördert wurde. So hielten sich die Anschaffungskosten in Grenzen. Der Antrag wurde von uns und unserem Installationsunternehmen ausgefüllt. Es war alles relativ unkompliziert und keinen Monat nach der Installation, hatten wir das Geld auf dem Konto.

Wir wählten den zentralen Standort Esszimmer. Wenn mit Pellets geheizt wird, können die meisten Heizkörper in dieser Etage, durch die Strahlungswärme, abgedreht werden.
Die Gasheizung ist runter gedreht, diese heizt jetzt nur noch das Brauchwasser.

Das Flammenbild ist auch,besser als erwartet. Unten folgt noch ein Video dazu.
Systembedingt ist in dem Pelletofen ein Lüfter verbaut. Dieser macht natürlich Geräusche. Übermäßig laut ist der Ofen aber nicht. Das ist aber Ansichtssache. Uns stört es jedenfalls nicht.

Sauber machen sollte man den Ofen einmal täglich. Meistens wird das gleich frühs erledigt. Wir saugen den Ofen aus und auch die Scheibe wird abgesaugt. Mit einem Aschsauger geht das ganz wunderbar. Dann wird die Scheibe mit einem Blatt trockener Küchenrolle nach gewischt.
Die Scheibe lässt sich viel einfacher sauber halten als bei einem Scheitholzkamin, da die Verbrennung aktiv durch den Ofen beeinflusst wird und weniger Ruß entsteht. Auch die Qualität der Pellets hat Einfluss darauf. Beim Kauf von Pellets achten wir darauf, dass sie DINplus und ENplus zertifiziert sind. Insgesamt dauert die tägliche Reinigung nicht einmal 5 min. Dann kann der Ofen den ganzen Tag über brennen. Die Pellets werden bequem von oben in den Vorratsbehälter des Ofens gefüllt. Und das auch, je nach Nutzung, nur 1 – 2 Mal am Tag. In den Übergangsmonaten nur alle 2-3 Tage. Unser Ofen hat einen Schacht, in den passen ca. 30 kg. Die Pellets werden dann vom Ofen automatisch in den Brennraum gefördert. Es entsteht kein Qualm, Ruß und es fällt auch keine Asche heraus wie beim Nachlegen bei einem Kamin. Auf dem Balkon steht eine Auflagenbox für Gartenstühle, die haben wir im Winter umfunktioniert. In diese passen ca. 12 Säcke Pellets. Somit brauchen wir nicht wegen jedem Sack in die Garage laufen.

Wir sind mit unserer Entscheidung überaus zufrieden und bereuen es nicht, diesen Ofen angeschafft zu haben. Es ist vielleicht nicht so komfortabel wie eine Gasheizung, aber der Aufwand hält sich in Grenzen. Wir sparen Geld und haben eine sehr gemütliche Atmosphäre in unserem Esszimmer. Da können es auch im tiefsten Winter mal eben 25 Grad „T-Shirt-Wetter“ werden. Man hat ja die Kosten im Blick und ab und zu kann man sich ja mal ein zusätzliches Säckchen Pellets gönnen..

Zu guter Letzt noch alle Vor-und Nachteile im Überblick:

Vorteile:

  • Heizkosten werden gespart, vor allem, wenn man wie wir mit Propangas heizen.
  • man ist nicht von nur einem Hersteller abhängig, es gibt viele verschiedene Anbieter
  • Es ist eine schöne gemütliche Wärme, das Flammenbild ist zwar nicht wie bei einem Kamin aber trotzdem schön Anzuschauen, siehe Video.
  • Ein kleines Knöpfchen drücken und der Ofen fängt an mit Heizen (vollautomatische Zündung)
  • Um Pellets aufzufüllen muss man nicht die Brennkammer öffnen (kein Qualm und keine Asche), man kippt die sie einfach in den Vorratsbehälter.
  • Man bekommt wieder ein Gefühl für das Heizen. nicht einfach Heizkörper aufdrehen und gut. Man merkt  am Verbrauch der Pellets wie kalt es draußen ist oder ob sinnloserweise irgendwelche Kinderzimmer auf 25 Grad stehen.
  • Leichtes Sauber machen, da die Pellets nicht so viel Ruß machen wie beim Kaminfeuer. Die Verbrennung ist viel Effektiver.

Nachteile:

  • Tägliches sauber machen
  • Tägliches Pellets auffüllen
  • Stromverbrauch
  • zusätzliche Kosten für Schornsteinfeger (der kommt nun 2 Mal pro Jahr)
  • man hört den Ventilator vom Rauchabzug
  • kein knistern wie beim Kaminfeuer

Kategorien: HaushaltTechnik

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